Verluste und Trauer und Trauma

Sie müssen oder mussten Abschied nehmen von einem geliebten Menschen oder einem geliebten Tier. Sie haben eine schwer wiegende Diagnose erhalten. Sie mussten ein Organ hergeben. Sie haben den Arbeitsplatz verloren. Eine nahestehende Person hat die Beziehung abgebrochen. Sie haben aufgrund eines Ereignisses den Lebensmut verloren. In Ihrer Familie gibt es schwerwiegende Erkrankungen oder Veränderungen. Sie hatten keine schöne Kindheit.

Diese und viele weitere Fälle von aktuellen und zurückliegenden Verlusten erlebe ich in meiner Praxis. Trauer ist die natürliche Reaktion des Menschen auf Verluste. Man ist sich heute in der Wissenschaft einig - sie ist wichtig und führt, sofern bewusst gelebt und bearbeitet zu neuem Lebensmut. Sie erfasst den ganzen Menschen, sie manifestiert sich auf der Ebene des körperlichen Befindens, des Fühlens, des Denkens und des Verhaltens. Trauer ist keine Krankheit, aber ein unangemessener oder verdrängender Umgang damit kann krank machen. 

Leider erlebe ich immer wieder, dass Trauer blockiert oder verdrängt wird. Vielschichtige psychosomatische  Folgesymptome wie Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden oder Muskelschmerzen können entstehen. Oder aber psychische Veränderungen wie Depression, Überflutende Emotionen oder Emotionslosigkeit, sowie Rückzug, Einsamkeit oder Suchtthematiken und vieles mehr. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Oft lernten meine Klienten in der Kindheit nicht, wie man mit schwierigen Gefühlen konstruktiv umgehen kann. Statt dessen hörten Sie: „sei stark“ oder „benimm dich nicht wie eine Heulsuse“. Auch frühe Entwicklungs-, Bindungs- und Beziehungstraumata, emotionale Vernachlässigung oder chronischer Stress in der Kindheit vermindern die Resilienz und die Fähigkeit zur Trauer - diese Menschen benötigen hilfreiche Unterstützung!

Ganz oft ist meinen Klienten überhaupt nicht bewusst, dass ihr Verlust ein Schocktrauma ist. Das ist immer dann der Fall, wenn die Verarbeitungsmechanismen des Betroffenen aus irgendwelchen Gründen überfordert waren. Oftmals fehlte es auch an einem haltgebenden und unterstützenden sozialen Umfeld und so blockierte die Trauer und konnte nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. In solchen Fällen wirkt eine nachträgliche Schockbehandlung lösend.

Manchmal ist es auch angezeigt, individuelle Trauer-Arbeit, Trauer-Ausdruck und Trauer-Rituale durchzuführen oder darunter liegende Glaubenssätze, Schuld- oder Schamthemen oder alte, antriggernde Traumata anzuschauen und aufzulösen.

In einem geschützten Raum, mit der nötigen Zeit, begleite ich Sie einfühlsam in Ihren Themen und ermögliche Ihnen, Ihre Trauer zu finden, bewusst zu durchleben und Ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ihre neuen Erfahrungen werden zu einer heilsamen Quelle der Schmerzlinderung und führen zu den Wurzeln neuer Energie und Lebensfreude. 

Ich bediene mich dabei der Werkzeuge, die unter Begleitung, Atemtherapie und Trauma-Arbeit beschrieben sind. 

Sich der eigenen Trauer zu stellen, sie anzunehmen und zu erleben wirkt lösend und heilend. Sie werden gut begleitet.

Infobox

Verlust 

  • eines geliebten Menschen
  • eines geliebten Tieres
  • der eigenen Gesundheit
  • eines eigenen Organes
  • des Arbeitsplatzes
  • der Kontrolle
  • der Sicherheit
  • der Geborgenheit
  • des unterstützenden Umfeldes
  • des Selbstwertes
  • des Gedächtnisses
  • der Integrität
  • usw. 

kindsverlust.ch

verein-aurora.ch